Eulenprinzessin

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Annesta


1. Die neue Nachbarin

Ein 16 jähriges Mädchen hat gerade die Schule abgeschlossen und muss sich nun einen Job für die Zukunft suchen. „Seraja ich habe dir Gestern schon gesagt du sollst in die Stadt gehen jetzt mach schon, sonst gibt es keine vernünftigen Stellen mehr.“ eine Frauen Stimme hat gesprochen, offensichtlich die Mutter von Seraja. „Ja Mutter ich bin schon auf dem Weg, bin bald wieder da, bis dann.“ So machte sich Seraja also auf den Wunsch ihrer Mutter hin, auf dem Weg in die Stadt. Sie ging einen kleinen Weg direkt hinter dem Zaun entlang.
Ihr Haus sah nicht gerade schlecht aus, da sie ja nicht gerade arm zu sein schien. Sie kam an vielen Häusern vorbei und begrüßte alle die sie kannte ganz freundlich. Doch es gab in dem Ort wo sie wohnte ein Haus das schon lange nicht mehr benutzt wurde. Seraja überlegte immer, wenn sie genau an dem Haus vorbeiging mal hinein zu gehen, aber ein paar Leute meinten in dem Haus würde es Spuken. Doch als sie dieses mal an dem Haus vorbei ging, bemerkte sie das vor dem Haus ein LKW stand der Offensichtlich für Möbel war, da so was wie ein Stuhl darauf zu sehen war. Sie näherte sich langsam dem LKW, blieb vor ihn stehen und wollte gerade um ihn schauen als sie jemand rief.
„Hey . . . was machst du da?“ Seraja drehte sich erschrocken um und erkannte eine hübsche Frau die sie noch nie zuvor gesehen hatte. „Ähm . . . ich wollte nur schauen wer das alte Haus gekauft hat!“ Die Frau kam näher zu ihr und musterte sie von oben bis unten. „Ich habe dieses Haus gekauft, mein Kind, möchtest du es dir vielleicht mal anschauen?“ „Ich weiß nicht ich müsste eigentlich für einen Job in die Stadt gehen, obwohl ich es mir gerne mal ansehen würde.“ „Ich mach dir einen Vorschlag, wie wäre es wenn ich dich mal Probearbeiten lasse.“ Seraja schaute sie verblüfft an. „Sie wollen mich einstellen, obwohl sie noch Nichtmahl meine Bewerbung haben?“ „Ich sagte nicht ich stelle dich gleich ein. Ich schaue es mir erst einmal an.“ Seraja überlegte ein paar Minuten und kam dann zu dem Endschluss mit der hübschen Frau zu gehen. Als Seraja das Haus  betrat sah es ganz anders aus als sie es sich vorgestellt hatte. Überall hingen Gemälde mit Eulen drauf, doch Seraja gefielen diese Bilder und sie ging staunend weiter um die anderen genauer zu sehen.
„Diese Bilder gehörten einst meiner Mutter und davor ihrer Mutter und so weiter, sie sind sozusagen Familienerbstücke, von Generation zu Generation weitergegeben. Ich hänge sehr an diesen Bildern.“ Seraja drehte sich zu ihr. Seraja wollte sie gerade Fragen wie sie eigentlich heißt, als die Frau auch schon wieder zu sprechen begann „Du weißt meinen Namen noch gar nicht, stimmt’s Seraja.“ „Woher wissen sie . . . ?“ „Ich heiße . . .“ unterbrach die Frau Seraja „Milandre, Milandre von Eul. Ich kenne deinen Namen, weil ich dich Gestern gesehen habe, mit ein paar Freundinnen, du hast mich natürlich nicht gesehen, ich saß ja im Auto.“ Sie bat Seraja mit einer Handbewegung ihr zu folgen, sie stiegen eine Treppe herauf, als sie vor einer großen Eichentür standen murmelte Milandre irgendetwas, was Seraja aber nicht versanden hat. Die Tür öffnete sich wie von Geisterhand und im inneren stand ein großer runder Tisch mit einer Eulenstatur in der Mitte.
„Warum haben sie eigentlich so viele Gegenstände von Eulen in ihrer Wohnung?“ Seraja wartete gespannt auf die Antwort "Das wirst du irgendwann einmal erfahren, wenn es soweit ist. Setzt dich bitte.“ Seraja setzte sich und betrachtete Milandre, die zu einem Schrank in der Ecke des Raumes gegangen war. Sie holte etwas Glitzerndes aus ihm heraus, es war eine Flasche mit einer Glasklaren Substanz drin. Milandre gab Seraja die Flasche "Wenn du mir schon vertraust dann trink sie aus, ich möchte sehen was passiert!“ Seraja schaute die Substanz darin bedenklich an, aber sie trank sie, weil sie Milandre wirklich schon vertraute. Normalerweise dauerte es bei ihr eine ganze Zeit bis sie jemanden vertraut, aber bei Milandre kam sie sich sehr sicher vor. Sie leerte das Flächen mit einem Schluck und fing an zu husten. Es schmeckte bitter und es kratzte im Hals. Auf einmal breitete sich ein warmes Gefühl in ihr aus. Seraja spürte wie sie wieder zu Kräften kam. „Und, fühlt du irgendwas?" Milandre betrachtete Seraja sehr genau "Wie fühlst du dich?“ Fragte sie noch mal. „Na ja, ich fühle mich irgendwie erfrischter, was war das für ein Zeug, Milandre?“ „Das, das war eine Medizin um dich zu testen“ „wie um mich zu testen? Hätte auch was anderes mit mir passieren können?“ Milandre antwortete nicht auf diese Frage und bat Seraja jetzt zu gehen „Seraja komm Morgen bitte noch mal vorbei, ich könnte dich gut gebrauchen, ok“ Seraja nickte und machte sich auf denn Weg nach Hause. Sie fühlte sich wirklich ganz anders, auch ein wenig leichter als vorher.
Als Seraja zu Hause ankam, kam ihr ihre Mutter interessiert entgegen „Und hast du eine Stelle bekommen?“ Seraja schaute ihre Mutter schuldbewusst an „Was ist warum guckst du so, warst du etwa wieder nicht in der Stadt Seraja?“ ihre Mutter hatte sie durchschaute, Seraja nickte nur und beeilte sich in ihr Zimmer zu kommen. Sie konnte ihrer Mutter doch nicht sagen, dass sie bei ihrer neuen Nachbarin arbeiten würde.
Am nächsten Morgen als Seraja aufwachte merkte sie gar nicht das die Nacht über eine kleine Eule vor ihrem Fenster gesessen hatte und Seraja beobachtete sie nun voller Neugier. Die Eule hüpfte auf dem Fenstersims hin und her. Sie schien Aufmerksamkeit haben zu wollen. Als Seraja sie dann bemerkte flatterte die Eule in die Luft und klatschte mit ihren Flügeln gegen die Fenster. Seraja wunderte sich wieso diese Eule so etwas tut. Sie ging ans Fenster und öffnete es. Die Eule ließ keine Sekunde vergehen und hastete in Seraja’s Zimmer und setzte sich auf das große Bett in der Ecke des Zimmers. Die Eule sah Seraja richtig witzig an. Sie wippte mir ihrem kleinen süßen Kopf immer hin und her.
Seraja setzte sich neben der Eule und betrachtete sich richtig, als ihr plötzlich auffiel das die Eule ein schönes Band am Bein trug. Seraja besah sich das Band etwas näher. Sie erkannte die Buchstaben G E O W I N “Geowin?” Wiederholte Seraja und die kleine Eule flog freudig in die Luft. „Ist das dein Name? Geowin.“ Und Geowin landete auf Seraja’s Schulter und knibbelte ihr liebevoll am Ohr.


-Fortsetzung folgt-